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16. Januar 2015 | Finanzen - Börse

Italien, ein Energieriese revolutioniert den Gas- und Ölmarkt

Italien sitzt zwar auf großen Öl- und Gasvorkommen, aber dennoch kann das Land seinen eigenen Gasbedarf gerade einmal zu etwa 10 % selbst decken. Die übrigen 90 % werden zum Großteil aus Russland, Ukraine, Libyen und Nordafrika importiert. Die Krisen weltweit zeigen, dass eine sichere Energieversorgung kaum noch gewährleistet werden kann - Stichworte: Russland, Ukraine, etc. -. Da Italien der zweitgrößte Gas-Importeur in Europa und zehntgrößter der Welt ist liegt nahe, dass man nicht länger in dieser hohen Abhängigkeit leben möchte. Laut dem Energiekonzern Eni sollte es sogar möglich sein kurz bis mittelfristig wenigstens 20 % des eigenen Verbrauchs selbst zu fördern.

Auch die Regierung in Italien hat bereits pro Eigenverbrauch reagiert, indem der neue Premierminister Reformen erlassen hat und sogar Hilfsgelder über die "Unblock Italy"-Gesetzgebung in Höhe von 6 Mrd. Euro bereitstellt.

Ebenfalls interessant ist die Preisentwicklung von Naturgas. Dieses hat sich bereits Ende September vom Ölpreis abgekoppelt und konnte sich einem weiteren Verfall entziehen. Das Natural Gas TTF konnte sich sogar verteuern. In Italien notierte Gas zuletzt in einer stabilen Range zwischen 9,50 - 12,00 USD pro Mio. Kubikfuß.

Dieses Potential, welches daraus ergibt haben auch die Unternehmenslenker von Avanti Energy erkannt und mit dem Kauf von 90 % an einer Naturgaslizenz die 35,72 qkm Land abdeckt - 10% verbleiben bei der Firma Dove Energy B.V. - einen Fuß in die Tür gestellt.

Diese Lizenz wurde mit einem Wert von 115 Mio. USD berechnet und basiert auf die in der Ressourcenschätzung ausgewiesenen bewiesenen und vermuteten Reserven. Avantis Ausgaben dafür betragen gerade einmal 5,78 Mio. USD, woraus sich ein günstiger Kaufpreis von 0,90 USD pro Barrel bewiesene Reserven und 0,77 USD pro Barrel mögliche Reserven ergibt. Der Kaufpreis sieht eine Barzahlung von 1,53 Mio. USD vor, wobei die Restlichen 4,25 Mio. USD mit Avanti Aktien bezahlt werden.

Innerhalb der erworbenen Lizenz wurden Bohrlöcher niedergebracht, durch die eine kombinierte Produktion von über 20.000 Mio. Kubikfuß pro Tag oder 3.333 Barrel Öläquivalent (boe)/Tag abgeleitet werden konnte. Die Fläche bietet bisher bewiesene Netto-Reserven von ca. 6,4 Mio. Barrel Öl plus mögliche Reserven von 7,5 Mio. Barrel Öl. Diese Zahlen basieren auf einer detaillierten unabhängigen Reservenstudie von DeGolyer & MacNaughton und könnten durch weitere Exploration erheblich anwachsen. Das Projekt besitzt schon vier von fünf benötigten Genehmigungen, wobei das Erlangen der letzten Genehmigung laut Unternehmen "reine Formsache" ist.

Laut Berechnungen wird sich daraus ein profitables Projekt entwickeln und spätestens ab dem Jahr 2017 ein Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 23,5 Mio. USD erzielen lassen.

Avanti gab bereits den zweiten Italien-Deal bekannt. Dieses mal konnte eine Absichtserklärung (ein sogenanntes ,memorandum of understanding') mit der Italienischen Tecnoparco Valbasento SpA abgeschlossen werden. Durch diese Absichtserklärung bekommt Avanti Zugang zur Basilikata Region, die sich im Süden Italiens befindet, um Bewertungen durchzuführen und sich evtl. an weiteren Projekte zu beteiligen. Tecnoparco Valbasento SpA ist eines der wenigen Energieunternehmen die in dieser Region aktiv sind und schon auf einige Erfolge zurückblicken kann. Durch Tecnoparco bekommt Avanti auch Zugang zu großen Industriekunden, um diese zukünftig zu beliefern. Tecnoparco ist gut vernetzt und daher ein sehr guter Wertschöpfungspartner.

Avantis Präsident John McIntyre war stolz diese Nachricht verkünden zu können und sagte:
"Wir sind hoch erfreut mit Tecnoparco und seinem Team die Basilicata Region weiter auf Energie zu erkunden und zu entwickeln. Die Basilicata Region und Tecnoparco bieten für uns eine einzigartige Chance um in einen Multi-Services-Markt wie Gas, Strom und Wasser einzusteigen, was Avanti maßgeblich zu mehr Wertschöpfung verhilft."

Fazit:
Wie es scheint hat Avanti bei seinen Italien-Deals einen guten Riecher gehabt. Die Märkte haben durch den massiven Preisverfall bei Öl, was auch auf die Stimmung im Gasmarkt drückte, erheblich dazu beigetragen, um solche Projekte günstig zu erwerben. Es sollte uns nicht wundern, wenn Avanti uns dieses Jahr noch mit dem ein oder anderen Deal überrascht.

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JS Research
Jörg Schulte
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